Zahnarztpraxis  Dr. Manuel Faissler
Kronenstrasse 9 - 8134 Adliswil
Tel: 044 709 07 00 - info@ihr-zahni.ch

Zahnärztliche Termine in der Schwangerschaft

Erstes Trimester

Anfälligster Zeitraum für den Fötus

Beratung, Prävention und Behandlung von Gingivitis, Parodontitis, Erosionen und Karies

  • Schwangerschaftsgingivitis: Optimierung der häuslichen Mundhygiene, allenfalls Verwendung einer Chlorhexidin-Mundspülung 0,1-0,2% (auch bei Übelkeit und schlechter Mundhygiene), Teebaumöle oder Propolis.
  • Diät: säurehaltige Speisen und Getränke vermeiden, gegebenenfalls Neutralisierung mit Milch­produkten und Anregung des Speichelflusses mit Kaugummi.
  • Schwangerschaftsübelkeit: Zähneputzen nach Würgereiz vermeiden, Fluorid-haltige Mund­spülungen verwenden



Zweites Trimester

Übelkeit ist verschwunden, und Patientinnen können eine Stunde liegen

Professionelle Zahnreinigung und Instruktion der häuslichen Mundhygiene
Therapie bei gegebener Indikation, keine Parodontalchirurgie

  • Röntgenaufnahmen: können unter Einhaltung der üblichen Sicherheitsvorkehrungen (Blei­schürze über dem Beckenbereich) durchgeführt werden. Jedoch besteht für jede radiologische Untersuchung während der Schwangerschaft die Möglichkeit, dass sich - unabhängig vom kausalen Zusammenhang - in zeitlicher Nähe Schwangerschaftskomplikationen einstellen können, die in der Folge Fragen aufwerfen und die Arzt-Patientin-Beziehung belasten_ Unbe­stritten ist allerdings die Tatsache, dass ein unentdeckter und damit unbehandelter (dentaler) Infekt bei der Schwangeren eine viel grössere Belastung für das Ungeborene darstellt als ein Röntgenbild und allfällige Therapeutika (PATCAS ET AL. 2012; PERTL ET AL. 2000)_
  • Lokalanästhesie: Articain, Bupivacain und Etidocain werden empfohlen (G1GLIO ET AL. 2009; PATCAS ET AL, 2012), Prilocain und Lidocain sollten nicht eingesetzt werden (POPOVIC ET AL, 2016).
  • Medikamente: Schmerzmittel (Paracetamol) und systemische Antibiotika (Penicillin, Ampicillin, Cephalosporin und Erythromicin) sind sicher. Tetrazyklin ist kontraindiziert. Aminoglykoside und Metronidazol nur bei schweren Infektionen und nach strengster Indikationsstellung
    (PATCAS ET AL. 2012; PERTL ET AL. 2000).

Drittes Trimester

Einschränkungen bei der Patientenlagerung (Vena-cava-Kompressionssyndrom)

Beratung zur Zahngesundheit und Prophylaxe des werdenden Kindes